Mit sakraler und weltlicher Musik in der Kulturhauptstadt Europas 2014

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Mit 150 Personen, darunter alleine 100 aktive Sängerinnen und Sänger brach der MGV 1863 Ötigheim zu einer 5-tägigen Konzertreise auf. Ziel war die lettische Hauptstadt Riga, ein wichtiger Ort der ‚Singenden Revolution des Baltikums’, die in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts die Befreiung der sowjetischen Besatzung einleitete. Der bereits 2009 und 2013 beim ‚Internationalen Chorfestival Baden’ auftretende und dadurch in Ötigheim bestens bekannte ‚Koris Austrums’ lud den MGV zu diesem Besuch ein und veranstaltete gleich zwei herausragende Konzert, in Lettlands höchster Kirche St. Petri sowie im Konzerthaus der lettischen Gesellschaft.

 

So vielfältig wie die gesamte Reise war auch die Literaturauswahl der beiden Chorleiter Arjis Skepasts und Stefan Kistner. Das Kirchenkonzert war geprägt von sakraler Musik von Kedrov (‚Pater noster’), Mendelssohn (‚Beati mortui’ und ‚Richte mich Gott’), Mozart (‚Ave verum corpus’) oder Nystedt (‚Cry out an shout’). Das Highlight dieses Konzertes bietete das mit allen 130 Sängern vorgetragene Kumbaya von Solund das zeigte, wie tief die Verbindung des MGVs mit dem lettischen Chor ausgeprägt ist.

 

Den sakralen Vorträgen in der St. Petrikirche stand am Folgeabend das Konzert im Saal der lettischen Gesellschaft gegenüber. Die Klänge von deutscher Volksmusik (‚König von Thule’ von Zelter), britischer Popmusik (‚Viva la Vida’ von Coldplay), über amerikanische Neoklassik (‚The Awakening’ von Laudrisen und ‚With a lilly in you hand’ von Whitacre) bis hin zur lettischen Volksmusik (‚Es gulu, gulu’ von Arijs Skepasts selbst) boten einen interessanten Kontrast weltlicher Chorliteratur. Auch hier war das große Highlight das gemeinsame vorgetragene Lied ‚Riga dimd’ (auf deutsch: ‚Riga dröhnt’), das die Lebensfreude und große Liebe der lettischen Bevölkerung zu Ihrer Hauptstadt beschreibt.

 

Eine besondere Bedeutung zugeschrieben bekommt die Konzertreise aufgrund der Tatsache, dass Riga in diesem Jahr Kulturhauptstadt Europas ist. Mit den beiden Konzerten bereicherte der MGV Ötigheim den sowieso schon vollen Kulturkalender Rigas eindrucksvoll und begab er dabei sich singend auf die Spuren der ‚Singenden Revolution des Baltikums’ in Lettlands Hauptstadt Riga.

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3 Kommentare zu Mit sakraler und weltlicher Musik in der Kulturhauptstadt Europas 2014

  1. Gläser-Völkner, Ines sagt:

    Hab‘ ich Euch schon gesagt wie schööön es in Riga war…Nochmal ein ganz großes Lob an alle Mitorganisatoren. Es hat einfach alles gepasst. Und „Riga dimd“ singt zwischenzeitlich auch die ganze Familie. Es war ein tolles Erlebnis. Bin so froh, dasswir mitgefahren sind. DANKE

  2. Stefan Kistner sagt:

    Eine tolle Reise, bei der die Balance zwischen Freizeit und Programmgestaltung sehr ausgewogen war. Ich erinnere mich gerne an den Ostseestrand, das Singen im Schloss und an die gelungenen Konzerte (Bravo an alle Sängerinnen und Sänger). Besonders der stimmungsvolle Abschluss des 2. Konzerts habe ich in guter Erinnerung. Danke auch an Matthias Böhringer, der nicht nur als Pianist dabei war, sondern auch als Chorleiter (Einsingen Frauenchor) und als Entertainer (Abschluss des 2. Konzerts)!!

  3. Adolf Kölmel sagt:

    Riga-Lettland

    Als ältester Sänger mit 78 Jahren nahm ich an dieser einmaligen Chorreise teil.
    Meine Hochachtung an die Organisatoren.
    Toll, wer kann schon mit 150 Personen so eine Reise ohne Pannen meistern !
    Ein ausgewogenes Programm mit zwei gelungenen Konzerten bei denen Männer- und Frauenchor
    ein Zeugnis ihres Schaffens glänzend darboten. Chorleiter Kistner sowie Pianist Böhringer waren dabei bestens aufgelegt.
    Ob Führung in der sehenswerten Altstadt, Ostsee-Besuch, Besichtigung von Schloss Rundale oder Schifffahrt rundeten das interessante Programm ab.
    Hoffe, dass noch viele Highlights dieser Art folgen werden.

    Adolf

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